Dienstag, Oktober 24, 2017

Im November ist in Stuttgart Heldenzeit


Wir schlagen heute den Gong für alle Helden, die für eine gute Zukunft arbeiten. Für alle, die nachhaltige, faire Produkte produzieren, alle, die daran arbeiten den Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen zu senken, alle, die mutig sind und sich gegen den Konsumzwang stellen, gegen die allgemein herrschende Meinung, Wachstum wäre die richtige Strategie, und gegen die Ausbeutung der Tiere.

Ich könnte hier noch tausend weitere Helden aufzählen, allerdings gehe ich davon aus, dass ich sie und euch alle treffen werde auf dem Heldenmarkt in Stuttgart. Der Heldenmarkt ist Deutschlands führende Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum.

Am 4. November gibt es dort wieder eine Bühnenshow mit mir und einen Vortrag - hier kommt ihr zum Programm. Auf der Bühne wird es lecker, leicht und gesund mit Detox, Baby! und im Vortrag erfahrt ihr alles über entgiften und gesund bleiben mit essbaren Wildpflanzen.

Hier im Blog habe ich von vergangenen Heldenmärkten in München und Stuttgart berichtet... schaut mal hier.

Also: Schon mal im Kalender vormerken, dass wir am 4. November in Stuttgart in der Liederhalle eine Verabredung haben. Ich freu mich auf euch!!! Für mehr Infos hier zum Facebook-Event und zur Webseite mit Programm.

#fuerallediewasmerken


Samstag, Oktober 21, 2017

Detox your Mind - klangvoll

 

Samstag - Wochende. Was habt Ihr euch Schönes vorgenommen? Ich habe heute das Vergnügen mit anderen Bloggern eine Wildpflanzenexkursion zu machen - organisiert vom Team der veggie & freivon. Schade, dass ich euch Leser nicht auch mitnehmen kann, aber ich verspreche, es wird Berichte dazu geben, die ich euch verlinken werde. Und auf der veggie & freivon  2017 Ende November gibt es mehr Vorträge und ihr könnt mich alle zum ersten Mal an einem eigenen Stand besuchen kommen. Ich freu mich schon - aber erst einmal auf das Bloggertreffen gleich.

Heute geht es hier auch noch um etwas Anderes: Nämlich darum, Stress loszuwerden. Gaaanz wichtig für alle, die sich gehetzt und gedrängt fühlen; aber mal ehrlich, wer gehört da nicht dazu? Ja, meine Arbeit macht mir richtig viel Spaß. Aber wie einmal ein schlauer Mann - Profi in der Suchtkrankenhilfe - zu mir gesagt hat: Auch dieser Spaß hat seine Tücken, weil man einfach mehr davon will und auch das kann Stress verursachen. Und auch Freizeitstress kann anstrengend sein.

Was wir brauchen ist Langeweile. Und Langeweile, das hat man beispielsweise beim Meditieren, zumindest kann es ein Aspekt davon sein. Und das fühlt sich richtig gut an.

Bei Detox, Baby! ist Meditation Teil des Programms. Und deshalb gibt es auch neuerdings die Meditation am Morgen, immer mittwochs 6:30 Uhr bis 9:30 Uhr. Zum dritten Mal hat es diese Woche stattgefunden und mittlerweile meditiere ich mit den Teilnehmern in zwei Sitzungen (Zazen) von je 12 Minuten und dazwischen praktizieren wir Kinhin, die Gehmeditation einmal langsam und einmal schnell.

Warum eigentlich gehört Meditation zu Detox, Baby! - fragt ihr euch vielleicht. Ganz einfach: weil Detox, Baby! eine Entgiftungskur für Körper, Geist und Seele ist. Wir wissen ja, was passiert, wenn wir unseren Geist nicht befrieden, oder? Ihr kennt das bestimmt auch: Nervöser Magen, Reizdarm, nervöse Unruhe usw. Vor einiger Zeit habe ich dazu hier geschrieben.

Bei unserem mehrtägigen Detox-Seminaren im Juni haben wir nicht nur täglich abends meditiert, wir sind außerdem auch in den Genuss einer Klangschalen-Meditation gekommen. Weil Sandra ihre Klangschalen dankenswerter Weise mitgebracht und uns damit klang- und schwingungstechnisch verwöhnt hat. Ich durfte ja auch schon einmal eine Ganzkörper-Klangschalenmeditation von ihr genießen... was soll ich sagen? Genau das Richtige fürs Wochenende. Dabei werden die Schalen übrigens auf den Körper gestellt, damit die Töne nicht nur gehört werden, sondern gespürt von den Zehen bis in die Haarspitzen.



Übrigens gibt es die Mediationen auch auf CD. Wenn ihr das mal ausprobieren wollt - hier habe ich ihre Seite verlinkt. Sandra ist in den letzten Jahren auch immer bei "wild&roh in den Bergen" dabei gewesen - und immer mit den Klangschalen :-)


Euch allen ein relaxtes - oder wenn ihr wie ich arbeitet - zumindest entspanntes Wochenende.

Mittwoch, Oktober 18, 2017

Einen Tag Detox, Baby! mit allem drum und dran

Nach drei Tagen ohne Internet fühlt es sich fast seltsam an, hier wieder in Kommunikation zu treten. Aber eigentlich war es auch ganz schön, lässt man einmal die ohne Internet ziemlich nervenaufreibende Büroarbeit beiseite. Ich war dafür deutlich mehr draußen als sonst und habe den sonnigen Herbst genossen.


Habe ich euch schon vom Detox, Baby!-Seminar am 11. November erzählt? Ich glaube nicht, daher heute einmal ein paar Informationen dazu.

An diesem Tag werden wir morgens erst einmal draußen unterwegs sein und die Wildpflanzen sammeln, die sich gut für das Detox-Programm eignen und die wir daher im Laufe des Tages dann auch verarbeiten wollen.

Auf dem Programm stehen: 

Detox Food: Wir bereiten Säfte, Limonade und leckere Wasser zu - natürlich alles mit den gesammelten Wildpflanzen. Ihr Lernt, welches Obst und Gemüse mit welchen Wildpflanzen kombiniert werden kann und wie alles verarbeitet wird und außerdem, welche entgiftende Wirkung die Zutaten haben.

Saft, der auch gegen Husten und Erkältung hilft - lass dich überraschen

leckeres Wasser aus Kiwi und Kräutern

Detox Power: Wir werden gut 2 Stunden draußen unterwegs sein und selbst wenn es kalt sein sollte, wird uns beim Wildpflanzensammeln ganz schön warm, weil ein bisschen Bewegung muss ja sein. Außerdem werden wir die Atemübungen wie in Detox, Baby! beschrieben kennenlernen und ausprobieren.

Detox Care: Wir werden uns mit der naturgesunden Körperpflege beschäftigen wie sie in diesem Kapitel im Buch beschrieben ist. Wie kann ich meine Haut, meine Haare, Gesicht..., mich rundum reinigen und pflegen, ausschließlich mit Naturprodukten, die fast alle auch essbar sind.

Bodybutter selbst gemacht - ganz schnell und ganz natürlich und gesund

Detox Mind: Den Geist entgiften wollen wir natürlich auch, deshalb werden wir auch meditieren und uns ein bisschen mit diesem Thema beschäftigen.

Detox Soul: Last but not least wird es auch draum gehen, was unsere Seele vergiftet, alte Glaubenssätze beispielsweise, die wir einfach loslassen wollen.

Es wird also ein prall gefüllter Tag werden mit vielen Aha-Effekten und der abschließenden Gewissheit, dass Detox einfach nur Spaß macht, weil wir damit ganz unserer Natur entsprechen. Übrigens: Keine Angst vor Glaubersalz, Einläufen und anderen Rosskuren, die braucht unser Körper nicht - bei Detox, Baby! pflegen wir ihn ganz sanft gesund.

Wann: 11. November 2017 von 10-17 Uhr

Wo: Wildpflanzensammeln in Sindelfingen danach im Gesundheitshaus imPuls in Sindelfingen-Maichingen (gut mit dem ÖPNV erreichbar)

Weitere Infos bitte per Mail an info@christine-volm.de anfordern.

Ich freue mich über alle, die den November nicht als Toten- und Gedenkmonat abschreiben und auf dem Sofa bleiben wollen, sondern ihn so erleben wollen, wie es unsere Vorfahren hier, die Kelten, gepflegt haben: als Start in ein neues Jahr und einen neuen Wachstumszyklus.




Sonntag, Oktober 15, 2017

RAWFOOD AWARD 2017 - es lohnt sich mitzumachen

2016: Platz 1 in der Kategorie Non-Professionals: Mango-Paprika-Gazpacho von Malgorzata Finke
Noch zwei Wochen bis zur jährlichen Jurysitzung beim RAWFOOD AWARD 2017 (so sah es 2016 aus) und ich bin schon sehr gespannt, wie es 2017 wird. Bis zum 23. Oktober noch könnt ihr eure rohköstlichen Gerichte einreichen. Und die Preise, die die Gewinner abräumen können, sind richtig toll. Unter anderem könnt ihr eine Teilnahme an einer Exkursion mit mir und zwei meiner Bücher gewinnen. Aber das ist längst nicht alles. Deshalb: Mitmachen. Wie es geht, was Du tun musst, wer in welcher Kategorie mitmacht und alles andere, erfährst Du per Klick auf das Bild:


http://www.pureraw.de/rawfoodaward

Auch in diesem Jahr ist wieder Deine Kreativität gefragt, denn wir suchen die leckersten Naschereien! Gefragt sind bezaubernde Pralinen, tolle Eiskreationen, leckere Schokolade oder andere köstliche Desserts, denn süße Leckereien machen ja bekanntlich glücklich und lassen Dich jedes Tief überwinden.
Überzeuge uns mit Deiner süßen Kreation, frei nach dem Motto "Sweets for my Sweet". Nutze Zutaten wie z.B. Kakaobutter, Kokosmus und Früchte kombiniert mit verschiedenen Powerfoods.

Lass Deiner Fantasie freien Lauf und gib klassischen Rezepten ein roh-veganes Make-Over, zeige uns Dein persönliches Lieblingsrezept oder kreiere neue Geschmacksexplosionen. Unser RawFood Award wird in zwei Kategorien verliehen, "Professional" und "Non-Professional".

2016: Platz 2 in der Kategorie Professionals: Karotten-Kürbiskuchen mit Kokossahne von Ulrike Eder 
Ich freue mich sehr darauf wieder Teil der Jury zu sein, obwohl die Reise nach Klötze zu Pureraw nicht gerade kurz ist. Aber schaut mal hier mein Juroren-Interview an, dann wisst ihr, dass mir das echt am Herzen liegt, einmal im Jahr meine Freundin Kirstin zu besuchen. Außerdem macht es so viel Spaß eure Rezepte nachzuempfinden, auszuprobieren und zuzubereiten, dass will ich mir nicht entgehen lassen.

Und wisst ihr, was ich jetzt mache? Jetzt gehe ich in den Wald, genieße frische Luft und sammle Pilze - das ist nämlich meine allerliebste Sonntagsbeschäftigung. Habt es gut heute!


Dienstag, Oktober 10, 2017

Kein Platz für trübe Stimmung - nur für Kuchen


Ach ja, es ist Herbst. Eigentlich sollte ja schönes Wetter sein, aber der Hochnebel ist heute beharrlich und die Sonne kommt wohl erst am Nachmittag zum Vorschein. Ja, da fällt es einem manchmal schwer, guten Mutes zu sein, vor allem wenn auf Facebook dann die Urlaubsbilder aus Südeuropa aufpoppen, da fragt man sich, warum man nicht dort ist, wo die Sonne ist. Aber keine Chance, ich kann hier gerade nicht weg. Also, mache ich es mir nett und nutze all die herbstlichen Köstlichkeiten, die uns die Natur hier bietet - an manchem warmem Südhang lassen sich jetzt beispielsweise Esskastanien sammeln - mehr dazu hier.

Am Samstag gehen wir auf Baumexkursion - dabei werden wir uns den Bäumen und Sträuchern ganz ausführlich widmen. (Hinterher freue ich mich immer sehr, hier zu leben und diese wunderbare Natur um mich zu haben und die Facebook-Bilder sind vergessen.)

Ich schicke euch gerne alle Infos, schreibt mir per Mail an info@christine-volm.de

Botanisch-kulinarische Exkursion „Bäume und Sträucher im Herbst“

Eine Exkursion für alle, die Bäume und Sträucher im Sommer kennenlernen wollen, wissen wollen, wie sie zu erkennen sind, was daran essbar ist und wie sie schmecken.
Für Anfänger, Auffrischer und Fortgeschrittene geeignet
Sa. 14. Oktober 2017: 9:30 - 12 Uhr

Jetzt aber zu den Esskastanien und zum Kuchen - Kuchen ist nämlich gut gegen trübe Stimmung, vor allem dieser hier, weil die Zutaten alle Superfoods sind. Und das Wichtigste ist: Es geht ganz einfach.

Nüsse, Datteln und Esskastanienmehl (dieses hier hat Rohkostqualität!)

 

habe ich für den Boden verwendet und natürlich Wildpflanzen:
Dazu habe ich Nüsse und Dattelpaste (ihr könnt auch einfach entsteinte Datteln nehmen)


mit Gewürzen, die wunderbar zum Herbst passen, aromatisch sind und noch nicht zu sehr nach Weihnachten schmecken

Zimt, Anis, Muskat, Orangenstücke, Anis, Nelken - hmmm!
 und Wildpflanzen

Gundermann, das Allheilmittel
im Mixer zu einer cremigen Masse püriert.


Anschließend habe ich Mehl (halb Buchweizenmehl, halb Kastanienmehl) zugegeben und alles mit dem Löffel vermengt, sodass der Teig gebunden wurde, aber sich noch auf dem Boden der Kuchenform ausstreichen ließ. 




Die Creme habe ich aus Heidelbeeren und Brombeeren und eingeweichten Cashewkernen gemixt und mit Irish Moss gebunden.


In zwei Lagen mit Beeren dazwischen habe ich sie auf den Kuchen gegeben.


Der kleine Kuchen hat ein köstliches Dessert ergeben für 4 Personen. Dieses hatte den Vorteil, dass wir nicht nur pappsatt und glücklich waren, sondern auch sicher sein konnten, dem Rat von Hippokrates Folge geleistet und damit das Bestmögliche für unsere Gesundheit getan zu haben.



Wenn du auch nicht Trübsal blasen möchtest im mitteleuropäischen Herbst und Winter, dann "back" doch im Dezember Rohkostplätzchen mit uns und Hutzelbrot und Weihnachtsstollen...

Seminar Weihnachten wild&roh-köstlich!
Weihnachten und Rohkost – geht das?
Das geht ganz hervorragend und vor allem ohne die üblichen Nebenwirkungen – so bleiben wir auch in dieser Zeit fit und vital.
Bevor wir mit der Zubereitung der weihnachtlichen Rohköstlichkeiten beginnen, werden wir draußen die wichtigsten Zutaten dafür suchen, die essbaren Wildpflanzen. Mit ihnen wollen wir dann in der Küche des Gesundheitshauses imPuls in Maichingen Rezepte für Weihnachts-Stollen, Früchtebrot, Plätzchen auf Rohkostbasis ein weihnachtlich-wärmendes Getränk und etwas Herzhaftes für das Weihnachtsmenü zubereiten. Ganz nebenbei wirst du die Vielfalt der Rohkostküche kennenlernen und anschließend werden wir die Köstlichkeiten gemeinsam verspeisen.

Sa. 2. Dezember 2017: 10 - 17 Uhr für alle - Anmeldung per Mail an info@christine-volm.de



So, und jetzt hoffe ich, dass die Sonne nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt, wenn doch, mache ich noch einen kleinen Kuchen!

Mehr Herbstrezepte habe ich hier aufgelistet und ein Bild von der Esskastanie gibt es da auch - besonders zu empfehlen heute: Scharfe Maronen-Champignons - S. 58 in Meine liebsten Wildpflanzen rohköstlich


Samstag, Oktober 07, 2017

Auf den Spuren von Sebastian Kneipp - 2 - Kurpark und Heilkräutergarten

Hopfenoregano - Origanum rotundifolium
Ihr Lieben, das war eine gute Woche, die heute mit einer Wildpflanzenexkursion für Anfänger zu Ende geht. Morgen bin ich auf dem Rosenherbst im Haigerlocher Rosengarten anzutreffen - Rosenfreunde bekommen dort jede Menge Tipps von mir zum Überwintern der Rosen. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen Pflanzenfan dort zu treffen.

Drüsenblättrige Kugeldistel - Echinops sphaerocephalus
Was mich am meisten gefreut hat in der vergangenen Woche war, dass wir so erfolgreich mit der Meditation am Morgen starten konnten - 5 Teilnehmer und ich - das freut mich sehr. Und ich hoffe, wir werden mehr, denn der Einstieg ist jederzeit möglich (Termine siehe hier unter Seminare). Ich schicke euch gerne auch alle Infos dazu.

Nun aber zum Thema von heute: Ich hatte ja neulich noch versprochen, euch noch ein bisschen mehr zu Sebastian Kneipp zu erzählen:

Wenn ich in Bad Wörishofen Seminare halte, dann bin ich immer gerne schon ein bisschen früher da und gehe in den Kurpark. An jeder Ecke ist Sebastian Kneipp, der Wasserdoktor, Kräuterpfarrer und Gesundheitslehrer präsent. Bad Wörishofen war die wichtigste Station in seinem Leben, seine eigentliche Wirkungsstätte, hier hat er unzählige Menschen kuriert. Dass das manche auch "Heilen" genannt haben, wurde ihm bald zum Verhängnis, denn damit war seine Kirche nicht einverstanden. Und doch hat sie ihn schlussendlich gewähren lassen. Eigentlich hat er, und das mache ich mir immer wieder bewusst, nichts anderes getan, als die Menschen seinerzeit zu einem gesunden Lebenswandel bewegt. Dafür steht seine Lehre heute noch und das ist sein eigentlicher Verdienst, und deshalb wurde er auch Vater Kneipp genannt, wie auf diesem Brunnen festgehalten.


Nicht alles war Gold, was glänzt. Kneipp war selbst nicht der Gesündeste, weil er nur gearbeitet hat und wohl auch ziemlich viel gegessen und ungesund gelebt hat. Dennoch hat er vielen Menschen geholfen, die verstanden haben, dass sie selbst die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen müssen.

Tradition hat in Bad Wörishofen auch das bürgerschaftliche Engagement - hier eine Tafel, die über einen Verschönerungsverein berichtet. Solche Vereine gab es früher häufig in den Gemeinden - übrigens auch in Haigerloch und der Haigerlocher Rosengarten steht in eben dieser Tradition.

rechts unten: Wassertreten zu Kneipps Zeiten
Die Freude am Verschönern und Kneippen ist in Bad Wörishofen lebendig geblieben - im Kurpark finde ich immer auch eine wunderschöne Bepflanzung vor - daher stammen die Blumenbilder in diesem Post.

sie öffnet ihre Blüten erst um 4 Uhr nachmittags, um Nachtfalter anzulocken,
daher wird sie auch Vieruhrblume genannt
Mit der Wunderblume - Mirabilis jalapa - schließe ich für heute und wünsche euch ein sonniges und erholsames Wochenende. Vielleicht kommt ihr ja noch an einem Kneippbecken vorbei und könnt ein bisschen Wassertreten oder ein Armbad machen - beides übrigens in "Detox, Baby! - entgiften mit Wildpflanzen und frischen Säften" auch empfohlen zur Unterstützung der Entgiftung.

Donnerstag, Oktober 05, 2017

Bunter Herbst im Garten und die heilsame Kraft der Meditation

Zinnien

Ach ist der Herbst nicht schön, zumindest bei uns hier im Süden scheint die Sonne und es wird tagsüber wieder wunderbar warm. Da macht es auch nichts, dass es nachts richtig kalt ist mittlerweile.  Daher noch ein paar Fotos aus dem September, die letzten Blüten und Früchte gibt es noch bis Ende Oktober.
Sonnenblumen

Trotz der morgendlichen Kälte ist es mir ganz leicht gefallen, gestern zum ersten Termin von "Meditation am Morgen" um 5 Uhr aufzustehen, um alles vorbereitet zu haben für den Start um 6:30 Uhr. Ich habe mich zig Jahre jünger gefühlt, zurückversetzt in meine Studienzeit, als ich noch frühmorgens um 5 oder 6 Uhr angefangen habe am Botanik-Institut an der TU München Algen unter dem Mikroskop zu bestimmen und zu zählen. Jetzt also ist es die Meditation, für die es sich aufzustehen lohnt.

Übrigens - schaut mal hier: Arte hat hier noch einen Film über "Die heilsame Kraft der Meditation" bis zum 13. Oktober online.

Wirsing

Ihr könnt noch teilnehmen, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Und mittlerweile sind auch alle anderen Exkursions-, Zubereitungs- und Detoxtermine online - schaut auf die Homepage unter Seminare findet ihr sie alle.
Weil es so viele geworden sind, mit Baumexkursionen, Wildpflanzen für Frauen, und und und... ist die Liste lang und man muss nach unten scrollen auf der Seite. Also, wenn ihr mal dabei sein wollt jetzt im Herbst oder lernen wollt, wie ihr rohköstliche Weihnachtsleckereien zubereitet: meldet euch einfach per Mail an und ich schicke euch gerne auch das ganze Herbstprogramm. Ich freue mich schon sehr auf diesen vielseitigen Herbst.

Lila Stangenbohnen

Schwarze Tomaten

Mangold

Donnerstag, September 28, 2017

Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben...

Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben,
hat uns die Natur reichlich geschenkt.
Sebastian Kneipp

Am Sonntag hatte ich hier im Blog von unserem Ausflug in die Steinzeit erzählt und schon erwähnt, dass der Tag damit nicht zu Ende war. Denn ganz in der Nähe des Lonetals, liegt der Ort, an dem Sebastian Kneipp zum ersten Mal ins Wasser stieg, um die Tuberkulose, an der er litt, selbst zu kurieren: in Dillingen an der Donau. Und nur weil seine Eigenbehandlung so erfolgreich war, wurde er zum Wasserdoktor oder Kräuterpfarrer, wie er heute noch oft genannt wird.



Mir ist seine integrierende Denkweise so vertraut, dass sie auch ein Teil der Basis meiner Arbeit seit vielen Jahren ist. Die Idee, dass nur, wenn alle Säulen der Gesundheit, die er als Ernährung, Bewegung, Lebensordnung, Heilpflanzen und Wasser definiert, einen Menschen tragen, dass wir nur dann unser gesundheitliches Potential voll ausschöpfen können hat mich nicht losgelassen seit ich in den 70ern zum ersten Mal den Film über sein Leben gesehen habe und später sein Buch gelesen habe und ich bin völlig davon überzeugt, dass seine Theorie richtig ist.

Ich habe nicht alles sofort verstanden, die Kräuter, die Ernährung, das ging am schnellsten, Bewegung gehört irgendwie dazu, aber bis ich die Wasserbehandlung in mein tägliches Leben integriert habe, hat es doch gedauert, aber das ist nun auch schon 20 Jahre her. Letzter Baustein für mein Verständnis war die Lebensordnung und das ist auch der Baustein, mit dem sich viele schwer tun - hier habe ich schon einmal über seine Bedeutung geschrieben. In den letzten Jahre ist diese Säule für mich so wichtig geworden, wie alle anderen. Ein Sprichwort sagt: Ordnung ist das halbe Leben. Soweit würde ich nicht gehen wollen, aber ohne Ordnung fehlt ein ganz entscheidender Aspekt - siehe Kapitel "Detox Mind" in Detox, Baby!. Der nämlich, der dafür sorgt, dass wir die Dinge bewusst und achtsam angehen.

Letztendlich ist Sebastian Kneipp so über lange Jahre eine Art Mentor gewesen - er hat ja genug aufgeschrieben, um zu allen meinen Wirkungsbereichen etwas zu sagen zu haben, mir immer wieder neue Impulse zu geben - auch wenn ich beispielsweise die Ernährung betreffend nicht immer seiner Meinung bin. Aber Detox, Baby! - Entgiften mit Wildpflanzen und frischen Säften wäre niemals in dieser Form entstanden und würde nicht eben diese tragenden Säulen der Gesundheit abdecken, hätte ich nicht selbst die gleiche Erfahrung gemacht wie der Wasserpfarrer, nämlich, dass nur durch die Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit, ein gesundes Leben überhaupt möglich ist. Und das ist es, diese Pflicht - wenn man so will - die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, was auch ich heute in meinen Beratungen, in meinen Büchern und Seminaren weitergebe.

Weil ich dieses Zitat oben so eindrücklich selbst erfahren durfte, bin ich Sebastian Kneipp sehr dankbar, dass er damals als Student in Dillingen in die Donau gestiegen ist und seine Selbstheilung begonnen hat. Und deshalb war es für mich wichtig, endlich einmal diesen Ort zu besuchen:

Der Weg an die Donau

Eine Natur-Kneippanlage im Seitenarm der Donau

und der Gedenkstein an dieser Stelle.

Es sind wohl viele Menschen, die dem Kräuterpfarrer hier ihre Dankbarkeit ausdrücken, zum Beispiel indem sie
einen Kranz, aus Gras und Kräutern gewunden, hier ablegen.

Seit 2008 unterrichte ich übrigens an der Kneipp-Akademie in Bad Wörishöfen - aktuelle Seminartermine findet ihr jetzt unter http://www.christine-volm.de in der Rubrik Seminare.




Mittwoch, September 27, 2017

Detox Mind - Meditation am Morgen

Ihr Lieben, das war mal wieder ein Start in die Woche, der es in sich hatte. Längst sind noch nicht alle "Da-melde-ich-mich-dann-nach-dem-Urlaub-mal"-Vorhaben erledigt, aber zack, zack geht es hier weiter mit Neuem.

Und darauf diese Neuigkeit anzukündigen, habe ich mich schon so lange gefreut:

Ab Oktober biete ich die Teilnahme an einer morgendlichen Meditationsgruppe an. Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen wie sehr mir dieses Thema am Herzen liegt. Meditation ist ein wichtiger Teil auch im Detox, Baby!- Konzept, ich beschreibe das im Buch im Kapitel Detox Mind:

... Ich habe im vorigen Kapitel Detox Power schon über die Aufgabe von Bewegung im Zusammenhang mit Stressabbau gesprochen. Hier geht es neben dem körperlichen um den geistigen
Aspekt, der uns davor bewahrt, heiß zu laufen und durch Dauerstress Schäden an unserer Gesundheit
zu erleiden. Durch Meditation ändert sich die Gehirnstruktur erwiesenermaßen. Vereinfacht dargestellt können wir uns das so vorstellen: Wenn wir bedrohliche Situationen erfahren, dann können wir nicht mehr steuern, wie wir reagieren, unser Gehirn schaltet um von „überlegter“ Reaktion auf „Autopilot“. Die Reize werden direkt weitergeleitet in den Teil des Gehirns, der für die unbewusste, emotionale Verarbeitung zuständig ist, die Amygdala im limbischen System. Bei chronischem Stress bleibt diese ständig in Alarmbereitschaft. Anspannung und Stress werden zum Dauerzustand, die Produktion von Glückshormonen wird eingestellt. Suchtverhalten, Schlafstörungen
und körperliche Symptome sind die Folge. Aus Stress wird noch mehr Stress.


Folge einer täglichen Meditationspraxis ist, dass diejenigen Gehirnteile, die bewusste und überlegte Entscheidungen treffen, wieder mehr aktiviert werden, dafür aber unser emotionaler Autopilot weniger aktiv wird. So können wir mithilfe von Meditation den Teufelskreis durchbrechen. Menschen, die noch nie meditiert haben, stellen es sich viel zu kompliziert vor. Auch ich war zunächst eher enttäuscht, dass es so einfach sein sollte wie gerade beschrieben...

Die Notwendigkeit also unseren Geist zu entspannen, liegt auf der Hand. Mir geht es allerdings mit der Meditation - mit dem Entgiften des Geistes - wie den meisten anderen auch, ich muss mich auch immer wieder aufraffen. Beim Detox, Baby!- Seminar, gemeinsam mit der Gruppe, fällt es mir leicht und genieße es, zu sehen, was sich bewegt, wenn wir täglich meditieren und wie Meditation uns verändert.

Das ist übrigens "Gretel im Busch" oder "Jungfer im Grün" oder einfach - ganz profan - die Blüte vom Schwarzkümmel (Nigella sativa). Schwarzkümmel, dessen Samen berühmt geworden sind durch den Spruch Mohammeds: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit außer den Tod“ ist ein Hahnenfußgewächse, von dem außer den heilkräftigen Samen nichts essbar ist. Die Pflanze war die erste selbst ausgesäte Blume in meinem Garten aus der Kinderzeit und steht für mich dafür, dass es lange dauern kann, bis man an seinem Ziel ankommt, dass es viele Träume und immer wieder Impulse in die richtige Richtung braucht. Jetzt endlich scheint wieder ein Stückchen geschafft und deshalb passt sie ganz gut hierher.
So habe ich hier in der Gegend lange nach einer Gruppe gesucht und leider nichts Passendes gefunden. Nicht, weil es mir dort nicht gefallen hätte, sondern weil sie zu weit weg waren oder die Zeiten nicht gepasst haben. Ich finde es nämlich wesentlich einfacher mit Meditation in den Tag zu starten anstatt abends auf dem Sitzkissen müde mit dem Einschlafen zu kämpfen. Und dann habe ich - eigentlich für die Rohkost-Seminare das Gesundheitshaus imPuls entdeckt und den wunderschönen Meditationsraum dort. Dahin hat es mich gezogen und ein Termin für die morgendliche Meditation war schnell gefunden:

Mittwoch 6:30-7:30 Uhr und nächste Woche am 4. Oktober 2017 geht es schon los - was für eine Freude.

Wenn ihr auch Lust habt, dabei zu sein - ich schicke euch gerne mein Seminar-Programm für Oktober bis Dezember. Schreibt mir einfach eine Mail an info(ät)christine-volm.de.
[(ät) durch @-Zeichen ersetzen]

Und natürlich gibt es wieder ein prallvolles Programm mit Exkursionen, Seminaren, darunter auch zwei Ganztagsseminare und vieles andere mehr - das ich euch ebenfalls gerne zuschicke.


Sonntag, September 24, 2017

Sonntagsausflug in die Steinzeit - Eiszeithöhlen im Lonetal


Ihr Lieben - seit vorgestern weiß nun auch der Kalender, dass es Herbst ist. Und ich bin wieder zurück am Schreibtisch nach wunderbaren Urlaubstagen im Süden und nach einem ganz herrlichen Sommer, von dem ich bisher viel zu wenig berichtet habe, aber das wird nun nachgeholt.

Angefangen mit den schönen sommerlichen Unternehmungen haben wir im Juni, als wir auf der Schwäbischen Alb unterwegs waren, weil ich unbedingt einmal ins Lonetal wollte, um dort ein bisschen Steinzeit zu erleben. Ich hatte schon so viel gehört und gelesen vom Löwenmenschen, einer 35.000 bis 41.000 Jahre alten Skulptur aus Mammut-Elfenbein, die als eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit gilt. Davor hatten wir Menschen wohl noch nicht so viel mit Kunst am Hut? Das war mir auch nicht so klar, weil es für uns oft so schwer vorstellbar ist, heute wo alles irgendwie Kunst und künstlich ist.

In dieser Höhle also hat man ihn gefunden und es ist nicht nur ein schöner Wanderweg durch das Lonetal, sondern eine Reise in unsere Vergangenheit.  So ruhig wie wir das Lonetal erlebt haben, wird es wohl nicht mehr zu erleben sein, denn kaum 4 Wochen später wurde das Tal und die Höhlen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Einen Film zu diesem Thema und viele Infos zu den Höhlen gibt es vom SWR - schaut mal hier.


Der Löwenmensch selbst - die Skulptur - steht im Museum in Blaubeuren, da wollten wir nicht noch hin an diesem schönen Sommertag,


sondern lieber die größere Wanderrunde machen:


Und da gab es dann auch allerlei zu entdecken - wunderschöne Pflanzen, wie hier den Ehrenpreis


den Aufrechten Ziest - Stachys recta


die hübschen Kartäuser-Nelken - Dianthus carthusianorum


und natürlich die Höhlen.


Dem tödlich giftigen Wolfs-Eisenhut, der angeblich früher genutzt wurde, um Wölfe zu vergiften, sind wir auch begegnet.


und beeindruckenden alten Bäumen - wie dieser großen Stiel-Eiche.


am Wegesrand, an den trockenen Talhängen, hat uns ein blaues Meer von Natternkopf begleitet.


Es war ein herrlicher Tag, der mit der Lonetalwanderung noch nicht zu Ende war - dazu demnächst mehr.