Dienstag, Januar 10, 2012

Yoga-Challenge

Leute - dieses Jahr ist eindeutig das Super-Challenge-Jahr - hier ne Challenge, da ne Challenge, es gibt so nette Dinge darunter: Detox-, Smoothie-, Rohkost-Challenges, Vegan-Challenges und und und...
Diese Art der Herausforderung - und nichts anderes verbirgt sich hinter dem schicken englischen Wort, hat auf jeden Fall etwas mit Durchhalten zu tun. Die oben genannten Challenges hab ich durch: Ich setze mich, wo ich kann für sauberes Wasser ein, finde Smoothies nur dann interessant, wenn es sich um wirklich inhaltsstoffreiche Varianten handelt, wie z.B. Brennnesselsmoothies (Salat mit Gemüse zu pürieren finde ich zu langweilig - ich liebe es eher knackig). Und rohköstliche oder vegane Ernährung sind für mich keine Challenge mehr, da bin ich auf die Instructor-Seite gewechselt (um im schicken Tonfall zu bleiben.
Aber... da wäre noch eine klitzekleine Sache, die ich Euch nicht verheimlichen will. Mein Sportprogramm lässt im Winter echt zu wünschen übrig - Yoga zwar regelmäßig aber nicht jeden Tag und Laufen - bis auf einen festen Termin mit einer Gruppe - auch nur im Zusammenhang mit dem Wildpflanzensammeln, wobei ich zugegebenermaßen die kurzen Wege bevorzuge.
Aber dieses Jahr wäre nicht das besonders gehypte 2012, wenn es nicht auch für mich neue Erkenntnisse gebracht hätte und eine davon hatte ich ja vor wenigen Tagen schon angedeutet. Bitte, ich traue es mich kaum zu sagen: Nach jahrelangem Yoga-, davon die letzten 7 jahre Iyengar-Yoga-Unterricht bei der besten Lehrerin aller, bin ich tatsächlich einer Frau auf den Leim gegangen, die gerade mal seit einem guten Jahr Yoga macht und auch gleich nach einem halben Jahr ein Buch darüber geschrieben hat (so einfach ist das?). Und ich muss zugeben: Sie hat das gut gemacht. Die Erfahrungen, die sie in ihren 90 Tagen gemacht hat, die kann ich größtenteils so bestätigen - auch wenn ich Jahre länger dazu gebraucht habe (Gggrrrr - sie übt ja auch jeden Tag!) Ja, es hat auch Schwächen, wenn man berücksichtigt, dass die Lehre selbst nur oberflächlich beschrieben und erklärt wird und dass langjährige Yoginis und Yogis sicher mehr darüber zu sagen wissen. Aber das kurzweilig zu lesende Buch ist nicht nur amüsant und messerscharf in seinen Beobachtungen, sondern macht süchtig.
Das ist nun vielleicht nichts Ungewöhnliches, es ist ja als Motivationsbuch gedacht. Aber nicht nur ihrem ehemaligen Moppel-Ich hat Susanne Fröhlich den Laufpass gegeben, sie hat sich innerlich wie äußerlich verändert, und: Sie lässt auf subtile Art und Weise andere dran teilhaben. Motiviert durch das Buch habe ich es tatsächlich geschafft, täglich, teilweise sogar zweimal mindestens 15 Minuten Yoga zu machen - insgesamt meistens eine halbe Stunde. Meine Lehrerin fleht mich seit Jahren an, wenigstens 10 Minuten pro Tag zu absolvieren - meistens war mein innerer Widerspruch stärker!(Sorry - aber die Vorstellung, dass in mir ein "Schweineuhnd" wohnen könnte, mag ich gar nicht).
Zurück zum Buch: Fassen wir zusammen:
Kurzweilig, überzeugend, und ein Lesevergnügen, das diese unangenehmen inneren Tiere Ihr-wisst-schon-welche)bekämpft!


Susanne Fröhlich
Der Hund, die Krähe, das Om... und ich!
Mein Yoga-Tagebuch
160 Seiten, 30 Illustrationen
Format: 16,5 x 20 cm. Hardcover
Preis: 16,90 € (D) / 17,40 € (A) / 24,50 sFr
ISBN: 978-3-8338-2498-2

Und was habe ich nun gemacht? Yoga, Yoga, Yoga - gerade habe ich mich für die 21-Tage-Yoga-Challenge angemeldet und die DVD zum Buch habe ich natürlich längst auch im Gebrauch. Dazu demnächst mehr - bleibt dran und bleibt wild, roh und yogisch!!!

Und hier noch, was der Verlag zu sagen hat:

In ihrem Tagebuch Der Hund, die Krähe, das Om... und ich! schildert die Bestsellerautorin das Auf und Ab während 90 Tage Yoga-Erfahrung und das Eintauchen in die unbekannte Yoga-Welt – witzig und wohltuend selbstironisch.

Mit Yoga hat Fröhlich in ihrem Leben nicht gerechnet. Einfach mal im „nach unten schauenden Hund“ verweilen, entspannen und atmen – klingt ungemein langweilig. Was soll Moppel-Ich auf der Matte, wenn sie doch Kalorien verbrennen und Action haben will und zudem nichts mit „Om“ am Hut hat? Yoga soll den Körper positiv verändern, aber das kann sie eh nicht glauben. Dass sie dann doch „in den Hund“ gekommen ist, verdankt sie der yogaerfahrenen Ursula Karven, die sie zu einem Experiment überredete: Drei Monate Yoga – jeden Tag! Von diesen Tagen erzählt Fröhlich in Ihrem Tagebuch: Ihre Suche nach einem neuen Körpergefühl und ihr täglicher Kampf gegen den inneren Schweinehund. Dabei schmunzelt sie über ihre anfänglichen Vorurteile und die ersten Übungsversuche. Sie stellt schmerzlich fest, dass ihr Köper sich an lange verborgene Muskeln erinnert und glaubt bei den Atemübungen schier in ihren Speckrollen zu ersticken.

Schon nach kurzer Zeit stellen sie und ihre Umwelt fest, dass Yoga tatsächlich etwas bewirkt. Komplimente flattern ihr nicht nur von ihren Kindern ums Gemüt. Denn straffer Speck ist schöner als schwabbeliger Speck. Ein gutes Gefühl stellt sich auch bald ein: Die richtige Atmung bringt Entspannung und innere Ruhe – und das selbst beim bohrenden Zahnarzt! Und ganz nebenbei verlangt ihr Körper einen anderen Speiseplan, der ungeahnt auch noch die Pfunde purzeln lässt. Es gibt allerdings auch frustrierende Tage, an denen ein Date mit George Clooney wahrscheinlicher wäre, als ein Asana richtig hin zu bekommen. Und so probiert sie sich durch Lach-, Männer-, Nackt-, Kundalini-Fat-Burn- und Hirn-Yoga…