Montag, Februar 27, 2017

Bäume entdecken und Take-away roh und vegan in Berlin


Huch, schon wieder eine neue Woche... Ich wünsche euch allen einen schönen Start. Ich hatte eine wunderbare Exkursion am Samstag und soweit ich das sagen kann, hat es auch den Teilnehmern gut gefallen bei "Bäume und Sträucher im Winter erkennen". Es ist mit den Bäumen und Sträuchern ein bisschen, wie wenn man durchs Mikroskop schaut und die vielen Organismen in Luft oder Wasser sehen kann, die einem sonst - ohne Vergrößerung - verborgen bleiben. Wir haben die Pappelknospen gefühlt, wie klebrig sie sind und wie fein sie duften, die Haselnussblüten in weiblich und männlich unterscheiden gelernt und die erhabene Eiche mit all ihren Eigenschaften und Bestimmungsmerkmalen neu entdeckt - insgesamt ca. 20 Bäume und Sträucher. Die Baumexkursion wird im Programm bleiben und wir werden auch im nächsten Quartal wieder auf Exkursion zu diesem Thema gehen, wenn die Ahornblüten lecker schmecken und die zarten Triebe der Nadelbäume essbar sind.

Nun aber, um unseren kulinarischen Spaziergang durch Berlin zum Abschluss zu bringen, wollte ich euch noch schnell zeigen, was ich von unserem kulinarischen Spaziergang durch Berlin mit nach Hause genommen habe.

Im Rawtastic musste es nach dem Bruschetta ein Kuchen sein - wir waren übrigens nochmal dort zum ausführlichen Genießen, davon berichte ich dann demnächst.



Dieses rohköstliche Tortenstück macht einfach glücklich, zarte Mocca-Note in Verbindung mit cremigem Karamell-Geschmack - danach braucht man für Stunden nichts mehr.
Daher: eingepackt und mitgenommen:


Und zu Hause Löffelchen für Löffelchen genossen:


Bei Lia's konnte ich ja wie gestern berichtet nur den Smoothie genießen, daher habe ich auch dort etwas mitgenommen:


Ich habe mir einen dieser tollen Salate von der Karte bestellt, der dann auch frisch zubereitet wurde.


Es war der Lia's Salad mit Mix-Salat, Rucola, Minze, Spinat, Pflaumen, Feigen, Aprikosen, Pekannüssen, Walnüssen, Kürbiskernen und blauem Käse - einem veganen Käse, der original wie Blauschimmelkäse schmeckt - sooo lecker (aber leider als einziger Bestandteil wohl nicht roh, also nichts für alle Tage in meinem Fall).


Ich esse nicht gerne aus Plastik und habe deshalb zuhause abends alles schön auf einen Teller drapiert und ca. 1 Stunde genüsslich daran rumgepickt bis ich diesen Salat aufgegessen hatte.


 Das Dressing übrigens ist eine Granatapfel-Orangen-Vinaigrette - sehr köstlich!


Ach und diese Tofu-Paté vom Tofumann auf dem Kollwitz-Platz musste auch mitgenommen werden. Ich habe sie probiert und muss sagen - die schmeckt wenigstens wie Paté und nicht wie zusammengekleisterte Sojabohnen.


Und es lag - glaube ich- nicht nur am Geschmack, sondern auch daran, dass sie so hübsch präsentiert wurde, dass wir sie mitgenommen haben.


 Soy Rebels nennt sich die Tofu-Manufaktur übrigens.


Sonntag, Februar 26, 2017

Lia's Kitchen


Ich hatte gestern bei unserem kulinarischen Rundgang durch die Straßen Berlins versprochen, heute etwas mehr zu Lia's Kitchen zu erzählen. Wie gesagt, bin ich nur auf den kleinen Laden aufmerksam geworden, weil ich plötzlich vor zwei Bierbänken stand, auf denen frische Salate standen, an denen aber niemand saß, um sie zu essen - daneben dieses Schild. Es saßen schon Menschen auf den anderen Bierbänken und aßen oder tranken etwas, während sie den sonnigen Wintertag genossen haben, aber denen gehörten die Salate offensichtlich nicht.

Das musste ich mir natürlich genauer ansehen und dann bin ich rein und habe mal nachgefragt, warum sie ihr Essen auf die Straße stellen. Werbung - ganz einfach war die Antwort. Und die hat natürlich auch bei uns funktioniert. Und drin sah auch alles sehr appetitlich aus und auf den ersten Blick gab es genug Rohkost - gute Voraussetzungen, für mich, aber auch für die anderen, weil auf der Karte drei verschiedene Burgerstanden, die auch die Veganer, die nicht alles roh essen wollen, angesprochen haben und Smoothies (immer gut, wenn man mit smoothiebevorzugendem Baby in Berlin unterwegs ist).



Also stand Lia's Kitchen für einen der nächsten Tage auf dem Programm.


Was ich mir gemerkt hatte, waren diese Salate - hier mit veganem Käse, oben mit Quinoa.


Alles wird bei Lia frisch zubereitet - Lia ist übrigens keine Frau, wie man vermuten könnte, der Name setzt sich aus den Vornamen der Gründer, Besitzer und gleichzeitig Betreiber zusammen und das sind drei Freunde aus Tel Aviv (Ihre Herkunft erklärt auch diese frische und abwechslungsreiche Küche, die typisch für Israel ist). Soweit so gut, alles frisch, alles handgemacht, wir haben also ein Kärtchen mitgenommen und Wiederkommen geplant. Wiederkommen planen geht bei mir so: Die Speisekarte, die wir im Internet gefunden haben, nahezu auswendig lernen und überlegen, was das Leckerste darauf sein könnte, damit man das dann bestellen kann.

https://liaskitchen.de

Dann haben aber erst einmal die Veganer zugeschlagen: Chili Bean Burger mit Süßkartoffelchips, Krautsalat und Pommes, dazu 3 verschiedene Soßen.


Ergebnis: Alle begeistert.


Ich war zu beschäftigt, um im Restaurant auch einen Salat zu essen, den habe mit nach Hause genommen, davon morgen dann mehr.


Ich habe nämlich währenddessen das Baby gefüttert mit einem köstlichen Classic-Smoothie aus Datteln, Banane, Mango und Melone - ohne Sojamilch, die eigentlich mit auf der Karte stand. Das Baby fand es lecker, weil aber der Smoothie so groß war, waren wir beide hinterher auch satt.


Samstag, Februar 25, 2017

Berlin, Berlin - wo das Essen auf der Straße steht


Heute geht's los, endlich der Bericht aus Berlin sozusagen oder vielmehr: alles was dort lecker ist (fast alles).
Das beste, wenn man nach Berlin fährt, ist, dass man schon sicher weiß, dort gibt es was Leckeres und so haben wir uns erst einmal einen Snack gegönnt... so ein Bruschetta-Brot im Rawtastic, sorgt dafür, dass man sofort wieder energiegeladen und erfrischt durch die Stadt laufen kann. Denn das braucht richtig Energie, einmal um den Block kann schon mal länger dauern als 'ne halbe Stunde und da die Parkplätze meist nicht vor der Haustür liegen...

Also - hier der Snack:

Bruschetta aus Buchweizen-Rohbrot , mit Cashewkäsecreme und karamellisierten Zwiebeln

und Kuchen darf natürlich nicht fehlen...

schon der Name dieses Kuchens ist Verführung: Raw Peanutbutter Chocolate Mocca Cake

Könnt ihr das sehen, wie cremig der schmeckt?

In Berlin findet Frau Rohköstlich und ihre vegane Begleitung immer etwas zu essen, zum Beispiel  gleich auf dem nächsten Markt... wie hier diesen leckeren Tofu - steht da rum, am Kollwitzplatz, kann probiert werden:





with no added nonsense - wie die Schweden sagen würden

Und schaut mal, was wir bei der nächsten Runde um den Blog entdeckt haben:


Da stand einfach das Essen auf der Straße und es sah so lecker aus...,

 

ich hab da mal nachgefragt, was das eigentlich soll, denn "healthy salads und smoothies" hört sich ja sehr gut an... und mehr dazu gibt es morgen hier (und es war auch so lecker... in Lias Kitchen)


Gleich zwei Häuser daneben gibt es Satan's Pipi beim Juice-Dealer - na sowas - irgendwie ist den Berlinern auch nichts zu blöd (wie war das nochmal mit dem Glashaus... :-)


und Honig ist nicht vegan - wollte ich nur mal jesacht haben

Ich werde mich jetzt aufmachen zur Exkursion "Bäume und Sträucher im Winter" - die findet heute zum ersten Mal statt und ich kann nur sagen: Ich habe in die Vorbereitung für diese Exkursion alle meine Leidenschaft für Bäume gesteckt und ich hoffe, sie wird gut.
Euch einen schönen Einstieg ins Wochenende...

Montag, Februar 20, 2017

Rohes und Veganes aus Schweden




Ihr Lieben, heute nochmal ein Bericht aus Schweden. Immer, wenn ich dort bin, schaue ich mir auch die Produkte im ganz normalen Bahnhofs-Coop an und das ist wirklich interessant, was es dort zu finden gibt.

Lucuma, Spirulina, Baobab - das ist bei uns nicht Standard und schon gar nicht im Bahnhofs-Kiosk
Schweden hat nicht nur richtig viel zu bieten, was vegane und rohköstliche Ernährung betrifft, sondern auch jede Menge Angebote in den Supermarktregalen und sei der Laden noch so klein.

With no added nonsense - cooool!

Rohköstler und Veganer sind in Schweden keine Randerscheinungen, sondern jede/r zieht es für sich in Erwägung auch mal was Veganes oder was Rohköstliches zu essen - zumindest habe ich dieses Gefühl. Vielleicht denkt man in Schweden einfach weniger in Schubladen als hi, wo die Gräben zwischen den verschiedenen Ernährungsrichtungen nach meinem Gefühl immer größer werden.




Und diese Leckereien hat mir meine Kollegin und Auftraggeberin von der Uni gleich bei der Ankunft überreicht, damit ich auch etwas zu essen in den Pausen habe... ist das nicht nett. Von unserem anschließenden Besuch im Raw Food House habe ich euch hier berichtet.


Bohnenchips aus braunen Bohnen, Rapsöl, Reismehl Erdbeeren, grünem Pfeffer, Salz. (nicht roh!)


Und diese leckeren Biscuits sind sogar roh - hergestellt aus Bananen, Blaubeeren, Kokos, Gojibeeren und Vanille - ich habe sie wenige Tage später nochmal selbst zuhause nachgemacht, weil sie so lecker waren und so haben sie es sogar auf unseren Weihnachtskekseteller geschafft.


Schweden ich mag dich, weil du so lecker bist!


Sonntag, Februar 19, 2017

Grüner einkaufen in Schweden


Bevor es hier nächste Woche weitergeht mit Neuem aus Berlin und von der Biofach in Nürnberg, wollte ich euch heute mal wieder was zum Thema Innenraumbegrünung zeigen. In Malmö war ich neulich in einem hübschen Laden, in den ich nur gegangen bin, weil es von außen schon so ausgesehen hat, als gäbe es dort jede Menge Grün.


AbSmåland hieß das begrünte Geschäft/Restaurant/Blumenladen, oder wie soll man solch eine Kombination nennen. Auf der Website steht etwas von Lifestylekonzept - ein Geschäft, das Interieur, Ökomode und im kleinen Restaurantbereich Glutenfreies und Veganes, aber auch Schnittblumen und Topfpflanzen, außerdem Workshops und gemütliche Sitzecken bietet, so dass man dort gar nicht mehr gehen will. 

Überall finden sich liebevolle kleine Details, die entdeckt werden wollen. Durch die großen Begrünungsflächen und die Menge an Grün ist die Luft sehr angenehm und eigentlich hatte ich eher das Gefühl durch ein Gewächshaus zu wandeln als "einzukaufen".
Während man entspannt durchs Grün streift, entdeckt man vielleicht etwas, was man haben möchte - so womöglich der Plan, der auch durchaus einen wissenschaftlich belegbaren Hintergrund haben könnte. Wissen wir doch, dass die Aufenthaltsdauer in begrünten Malls wesentlich länger ist als in unbegrünten - ein deutliches Pro für Innenraumbegrünungen. Ich zum Beispiel hätte diese Jacken - siehe unten - noch probiert, wenn ich Zeit dazu gehabt hätte und nicht auf dem Sprung gewesen wäre zwischen Uni und Zug.

Auch wenn es aussieht als wäre es draußen - diese Begrünung befindet sich mitsamt Fahrrad mitten im Geschäft.

Die Schubkarre ist genauso Präsentationsfläche wie das Fahrrad oben - alles sieht aus, wie zufällig dort abgestellt und ist doch liebevoll arrangiert worden.

Auch diese Pflanzen können gekauft werden - ich wüsste aber nicht, welche ich nehmen würde, sehen sie doch gerade zusammen so schön aus. Vielleicht die Aloe?

Beinahe hätte ich so eine Jacke aus recyceltem Plastik, das aus dem Meer gefischt wurde, ausgesucht - ich hatte nur keine Zeit...
Auch wenn es den Anschein erwecken mag - nichts steht hier zufällig rum.

Wieder megatrendy: Der Zierspargel der 70er Jahre: Asparagus setaceus.


Nettes Plätzchen zum Kuchenessen - veganen Kuchen gibt es auch.